Deutsch-Polnische Begegnungsschule „Willy-Brandt-Schule” in Warschau

Begegnung

 Konzept für Klassenfahrten und Exkursionen

Ziel:
Klassenfahrten, Exkursionen und Wandertage sind Bestandteil des Schullebens an der WillyBrandt-Schule. Sie sollen einerseits die Integration und das Gemeinschaftsgefühl fördern, aber auch Möglichkeiten geben, Unterrichtsinhalte in anderer Form und Umgebung zu vertiefen. Im Interesse der Planungssicherheit und Eingliederung in den Schuljahreskalender werden folgende Festlegungen getroffen:

Maßnahmen:
Klasse September März Exkursion / Praktikum / Klassenfahrt 
in der Fahrtenwoche
Weitere Exkursionen / Projekte
außerhalb der KF-Woche
1 Wandertag Wandertag    
2 Wandertag Wandertag Klassenfahrt  
3 Wandertag Wandertag    
4 Wandertag Wandertag Klassenfahrt  
5 Wandertag Wandertag    
6 Wandertag Wandertag Klassenfahrt  
7 Wandertag Wandertag Austausch Marburg  
8 Wandertag Wandertag Klassenfahrt  
9 Wandertag Wandertag Exkursion Auschwitz  
10 Wandertag Wandertag Betriebspraktikum Mathematikprojekt „Vermessung“
(evtl. Godki)
11 Wandertag Wandertag   Schulbrücke Weimar im September
Studienfahrt Besuch der Viadrina
12 Wandertag Wandertag   MUN im November

  • Eine Klassenfahrt findet dann statt, wenn Reife, Entwicklungsstand und Verhalten der Schü- ler dies zulassen. Die Entscheidung trifft der/die für die Fahrt verantwortliche Kollege/in.
  • Die Klassenfahrten finden in dem zu Beginn des Schuljahres festgelegten Zeitraum statt.
  • Reiseziel und Inhalte der KF werden gemeinsam mit Schülern und Eltern abgestimmt. Die verbindliche Buchung erfolgt erst, nachdem die Eltern die Teilnahme schriftlich bestätigt und eine Anzahlung auf die Reisekosten geleistet haben.
  • Zusätzlich geben wir den Schülern die Möglichkeit an weiteren Veranstaltungen, die nicht im Klassenverband stattfinden, teilzunehmen.

z. B.: MUN (Kl 12)
Filmfestival „Schlingel“ Kl. 4 oder 5 ihn Chemnitz
Veranstaltungen im Rahmen des MINT-Projektes und andere

Evaluation:
Das Konzept wird jeweils zu Beginn eines Schuljahres auf seine Praktikabilität geprüft und falls notwendig den sich verändernden Gegebenheiten des Schulalltags angepasst.


Konzept zur Eingliederung neuer Schülerinnen/Schüler

Ziel:
In jedem Jahr werden neue Schüler in die Willy-Brandt-Schule aufgenommen. Häufig ist dieser Schulwechsel nicht der erste in ihrem Schülerleben. Mit den folgenden Maß- nahmen soll neuen Schülern das Einleben in den Schulalltag unserer Schule erleichtert werden.

Maßnahmen:
  • Zum Schuljahresbeginn neu aufgenommene Schüler werden zur Schuljahreseröffnung der Schulgemeinschaft vorgestellt. • Die Klassenlehrer weisen die Fachlehrer auf neue Schüler in der Klasse hin.
  • Einem neuen Schüler wird ein Mitschüler zur Seite gestellt, der besonders in der Anfangszeit seine Hilfe anbietet.
  • Etwa drei Wochen nach Schuljahresbeginn prüft das Klassen- bzw. Jahrgangsteam den Erfolg der Integration.
  • Ein neuer Schüler erhält zur Begrüßung das Schul-T-Shirt.
  • Um die Integration neuer Schüler in die Klasse zu fördern, findet im September ein Wandertag bzw. eine außerunterrichtliche Veranstaltung (z.B. Willy-BrandtLauf) statt.
  • Schüler, die besonderen Förderbedarf haben, z.B. in einem Fach, das in der vorher besuchten Schule noch nicht oder nicht im Umfang wie an der WBS unterrichtet wurde, erhalten zusätzlichen, kostenfreien Förderunterricht im Umfang von 20 Stunden. (Vorstandsbeschluss vom März 2006)
  • Bei der Vermittlung weiteren Förderunterrichts unterstützen wir die Schüler und Eltern. Zur Verfügung stehende Nachhilfelehrer können über das Sekretariat vermittelt werden.

Auch den Eltern neu aufgenommener Schüler wollen wir beim Einleben behilflich sein:
  • Am ersten Schultag findet für Eltern neuer Schüler der Klassen 2 – 5 ein Rundgang über das Schulgelände statt.
  • Alle Eltern erhalten die Informationsschrift „Neu an der WBS“. Diese ist auch auf der Homepage einzusehen
  • In der ersten Schulwoche findet für neue Eltern der Begrüßungscocktail statt. An diesem Abend stellen sich der Vorstand, Schulleitung, Vertreter der Botschaft, das Kollegium, Erzieher, Mitarbeiter der Verwaltung und der Elternbeirat vor.

Evaluation:
Im Rahmen der vor Elternsprechtagen und Zeugniskonferenzen stattfindenden Klassenkonferenzen bzw. Klassenteamsitzungen informiert der Klassenlehrer über den Stand der gelungenen Integration, ggf. werden weitere Maßnahmen beschlossen. Der Klassenlehrer lädt Eltern neuer Schüler zu den Elternsprechtagen ein und bespricht
den Fortgang der Integration.



Konzept Deutsch als Fremdsprache

Grundsatz: Unterrichtssprache ist Deutsch. Aus didaktischen Überlegungen ist es wünschenswert, dass auch die Verkehrssprache mit und unter den Schülern Deutsch ist, um ihnen ein Höchstmaß an Sprachbegegnung zu ermöglichen.

1. Ziele
  • mit Beginn der 10. Klasse haben die Schüler des polnischspachigen Programmbereiches annähernd das muttersprachliche Niveau in der deutschen Sprache erreicht (C1 im ERR),
  • sie nehmen ab Klasse 10 an allem Fachunterricht in deutscher Sprache mit den Schülern des deutschsprachigen Bereiches teil
  • sie unterziehen sich in der 12. Jahrgangsstufe der deutschen Reifeprüfung

2. Maßnahmen
  • intensiver Deutschunterricht im polnischsprachigen Programmbereich in der 4. Klasse (8 Stunden) und in weiteren Klassenstufen, hier: Stundentafel von Klasse 4 bis 9
  • Unterricht im Tandem: der polnische Lehrer vermittelt die sprachlichen Strukturen (Lexik, Wortschatz, Grammatik) und der deutsche Lehrer die Sprachanwendung (Aussprache, Landeskunde, Literatur)
  • Unterrichtssprache ist Deutsch im Sinne der aufgeklärten Einsprachigkeit
  • der Lehrplan orientiert sich zunehmend an dem für Deutsch als Muttersprache.
  • s ch ri t tw ei s e In t e g ra ti on in d en Un t e r ri ch t d e s d eu t s ch s p ra chi g en Programmbereiches, also gemeinsamer Unterricht, hier: Übersicht über den gemeinsamen Unterricht von Klasse 4 bis Klasse 10
  • enge Zusammenarbeit mit den Lehrern, die DFU unterrichten
  • allen Schülern, die nicht deutsche Muttersprachler sind, benötigen ein regelmäßiges und häufiges feedback über den Kompetenzzuwachs in der Fremdsprache Deutsch. Zu diesem Zweck korrigieren die Leher in DaF und in den Sachfächern neben den Klassenarbeiten und Tests auch kleine zusammenhängende Textproduktionen, die von den Schülern eingefordert werden.
  • gemeinsame Projekte und Unternehmungen als „Sprachbad“ für die Schüler des polnischen Programmbereiches (Ausflüge, Musical, Arbeitsgemeinschaften)
  • besonders leistungsstarke und motivierte Schüler ab Klasse 10 nehmen an dem Wettbewerb „Jugend debattiert international“ teil.
  • Ein Schüleraustausch mit einem Gymnasium in Marburg in Klasse 7
  • Teilnahme an Wettbewerben, z.B. dem von der Schule organisierten Vorlesewettbewerb und dem Gesangswettbewerb „deutsche Lieder“, der von dem Verband der Deutschlehrer organisiert wird.
3. Evaluation
  • regelmäßiger Austausch der unterrichtenden Lehrer (DaF und DFU) auf den Klassenkonferenzen. Dies ist immer ein gesonderter Beobachtungsfokus.
  • Daraus folgt eine flexible Einstufung der Schüler. Ggf. können einzelne leistungsstarke Schüler auch verstärkt an dem Deutschunterricht der Klassen im deutschsprachigen Programmbereich teilnehmen.
  • Teilnahme an der DSD1 Prüfung in der zweiten Hälfte der 8. Klasse. Abgestimmt auf der GLK vom 9. März 2011


Konzept für den Deutschsprachigen Fachunterricht

I. Ziel:

An der WBS werden die Schüler des Internationalen, des p- und des d-Zweiges nach Fächern abgestuft zunehmend integriert bis sie am Anfang des 10. Schuljahres vollständig zusammengeführt werden um dann gemeinsam das Abitur /DIAP anzustreben.
Der DFU soll dabei helfen für die nicht muttersprachlich deutschen SchülerInnen sprachlich bedingte Lernschwierigkeiten im Fachunterricht zu reduzieren. Dazu werden Methoden zur sprachlichen Entlastung benutzt, die das Erlernen der Fachinhalte erleichtern.

II. Maßnahmen:

1. DaF und DFU Unterricht

Um eine reibungslose Zusammenführung der Klassen zu erreichen, erhalten die Schüler des Internationalen und des p-Zweiges DaF und DFU Unterricht. Es gibt nicht wie an anderen Begegnungsschulen ein explizites Vorbereitungsjahr, indem fast ausschließlich DaF unterrichtet wird. Dafür werden im Fachunterricht Kunst, Musik und Sport der Anfangsklassen deutsch und polnisch sprechende Lehrer eingesetzt. Für die künftigen Schüler der Internationalen Abteilung wird sich die sprachliche Situation erheblich verbessern, da sie bereits ab Klasse 1 mündlich und ab Klasse 2 auch schriftlich DaF lernen werden (Stundentafel siehe Anhang).

2. Fortbildung der DFU und DaF Lehrkräfte
Der DFU Fachlehrer ist gleichzeitig Fach- und Sprachlehrer. Er muss seinen Unterricht an die neuen Gegebenheiten anpassen und sich mit Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichts auseinandersetzen. DFU ist nicht nur Fachunterricht, sondern das Ineinandergreifen von Fach- und Sprachlernen. Da ein Fachlehrer selten auch Sprachlehrer ist bedarf es der Fortbildung.
Es gibt für DFU und DaF Lehrkräfte regelmäßige Fortbildungen. Diese finden im Rahmen der schulinternen Jahresfortbildungsplanung sowie der DFU-Konferenz am Schuljahresanfang statt.

2.1. DFU-Konferenz am Schuljahresanfang

  1. Neue Lehrkräfte werden mit der Aufgabe vertraut gemacht und erhalten Informationen über getroffene Vereinbarungen.
  2. Ausgewählte DFU Methoden v.a. aus dem „Methoden-Handbuch des DFU“, das neben mehr als 40 ausführlich dargestellten Methoden noch viele Beispiele aus allen DFU Fächern enthält, werden vorgestellt und eingeübt.

3. Zusammenarbeit von DFU und DaF
Die verwendeten DaF Lehrbücher sind für DaF gut, sie sind jedoch nicht auf die Bedürfnisse unseres DFU Unterrichts an der WBS zugeschnitten. Besonders im ersten Lernjahr ist bedingt durch die extrem frühe Zusammenführung mit den Muttersprachlern in den Fächern Kunst, Musik und Sport die sprachliche Situation besonders schwierig; wenn man beiden Gruppen gerecht werden will, sind die Anforderungen an den DaF/DFU Unterricht erheblich.

Die notwendige Spracharbeit kann nicht allein durch kommunikative Methoden im DaF-Unterricht geleistet werden. Das ergibt sich allein schon aus den unterschiedlichen Schwerpunkten von DaF und DFU: während im DaF Unterricht die Kommunikation zwischen Personen im Vordergrund steht, geht es im DFU zumeist um Sachverhalte mit dementsprechend anderem Spracheinsatz. Die DaF Lehrer berücksichtigen von den DFU Lehrkräften erstellte Vokabellisten mit Fachwörtern, notwendigen Vokabeln und Sprechabsichten. In Klasse 7 gibt es dazu das fächerübergreifende Projekt „Vorgangsbeschreibung“ (Physik und DaF).

3.1. Gemeinsame DFU und DaF Treffen
Einmal im Schuljahr stattfindende Treffen aller am Deutschlernen beteiligter Lehrkräfte dienen dem Ziel, die im DFU Unterricht eingesetzten Fachlehrer mit der Problematik des Deutschlernens vertraut zu machen und die Zusammenarbeit zu verbessern.

3.2. Im Rahmen der Klassenkonferenz stattfindende Treffen der in einer Klasse arbeitenden DFU und DaF Lehrer 
Im Rahmen dieser Treffen sprechen DFU Lehrkräfte mit den DaF Lehrkräften Lernziele ab, tauschen sich über Fortschritte bzw. Defizite der Schüler aus und verabreden Maßnahmen.

3.3. Gegenseitige Hospitationen der in einer Klasse arbeitenden DFU und DaF Lehrer
Da ein Fachlehrer im Normalfall keine Sprachausbildung hat, kann eine intensive Zusammenarbeit mit den DaF Kollegen sehr hilfreich sein. Diese Hospitationen können im Rahmen der kollegialen Hospitation stattfinden. Beobachtungsschwerpunkt liegt auf der Spracharbeit.

4. Unterrichtssprache
Die Unterrichtssprache im DFU ist Deutsch. Der Unterricht folgt dem Prinzip der aufgeklärten Einsprachigkeit. In jedem Unterrichtsraum steht ein Deutsch-Polnisches Wörterbuch zu Verfügung. Jeder Fachlehrer sichert das Erlernen des Fachvokabulars.

5. Zusammenarbeit mit der Schulleitung
Die Schulleitung unterstützt die Arbeit der DFU Lehrer indem sie diese – falls möglich und gewünscht - die Klassenstufe wiederholen lässt, um Material zu ergänzen, zu verbessern oder zu nutzen.

6. Der DFU Koordinator

Der DFU Koordinator ist verantwortlich für alle den DFU Bereich betreffenden Aspekte sowie die Zusammenarbeit mit dem DaF Koordinator. (Siehe Arbeits- und Funktionsbeschreibung)

III. Evaluation

Über die Wirksamkeit des Konzepts geben die Schüler durch einen Punkt im Fragebogen ein Feedback.
Das Konzept wird zu Beginn des Schuljahres von den DFU und DaF Lehrern in einer gemeinsamen Konferenz evaluiert und gegebenenfalls überarbeitet.

Anhang: Stundentafel DFU / DaF im p-Zweig lt. DIAP-Stundentafel

Klasse 4 5 6 7 8 9
  Kunst  Kunst 2  Kunst 2  Kunst 1  Kunst 1  Kunst 1
  Musik  Musik 2  Musik 2  Musik 1  Musik 1  Musik 1
  Sport  Sport 3  Sport 2  Sport 2  Sport 2  Sport 2
     Informatik1  Informatik 1  Mathematik 4  Mathematik 4  Mathematik 4
     Mathematik 1  Mathematik 5  Physik * 2  Physik * 2  Physik * 2
         GMK 2  GMK 2  GMK 2
         Bio 1  Bio 1  Bio 1
         Ch 2  Ch2  Ch2
         Rel/Ethik 2  Rel/Ethik 1  Rel/Ethik 1
         Ek in engl. 2  Ek in engl. 2  Ek in engl. 2
             
             
             
 DFU   9  12  21  18  19
 DaF    8  7  6  6  5
 Gesamt    16  14  27  24  24



aufgelistet sind die gemeinsamen Unterrichtsstunden für D, DP und P –Schüler Erdkunde wird in Englisch unterrichtet
*einzelne Module im Fach Physik werden auf Englisch unterrichtet Fremdsprachen En/F sowie Ek in englischer Sprache nicht berücksichtigt

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