Deutsch-Polnische Begegnungsschule „Willy-Brandt-Schule” in Warschau

Erinnerung an die Kriegsentfesselung vor 80 Jahren

Es ist der WBS als deutsch - polnischer Begegnungsschule ein besonderes Anliegen, historische Gedenktage würdig zu begehen und sie dadurch in das Bewusstsein unserer Schülerschaft zu rücken.

Insbesondere ist natürlich der 1. September 1939, der erste Kriegstag des schrecklichsten und verlustreichsten aller Kriege, ein Datum, an das an unserer Schule erinnert werden muss.

Bereits am 30. August 2019 nahmen Frau Hinsberger-Boguski und ich an einer Tagung in Berlin zu diesem Thema teil und wiesen dort in der Diskussion auf die besondere Bedeutung unserer Schule hin.

Am 2. September hatten wir die große Ehre, Frau Elsbieta Gremblicka-Sobczynska als Zeitzeugin in der WBS willkommen zu heißen. Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Hinsberger-Boguski und einer historischen Einordnung durch die Fachschaft Geschichte hörten die Schülerinnen und Schüler der 9. bis zur 12. Klasse gespannt und atemlos den Ausführungen der Zeitzeugin zu.

Frau Gremblicka-Sobczynska berichtete in eindringlichen Worten von ihren bewegenden und schrecklichen Kindheitserinnerungen an den Kriegsbeginn, an den Warschauer Aufstand und an die Zeit im KZ Birkenau.

Trotz all der Ungeheuerlichkeiten, die Frau Gremblicka-Sobczynska erleiden musste, legt sie bis heute viel Wert auf eine differenzierte Beurteilung der Deutschen. Insbesondere liegt ihr die Aufklärung der Jugend besonders am Herzen.

Die Veranstaltung wurde musikalisch stimmungsvoll am Klavier von Katarzyna Osohin (10. Klasse) begleitet und von Helena Köppen und Matylda Kuzinska (beide 12. Klasse) übersetzt.

Besonderer Dank gebührt Frau Glinka, die den Kontakt zur Zeitzeugin herstellte und so den Besuch erst ermöglichte.

Am Ende der Veranstaltung trug sich Frau Gremblicka-Sobczynska in das goldene Buch der WBS ein. Wir alle - Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer - sind für ihren Besuch sehr dankbar und wünschen ihr von Herzen alles erdenklich Gute!


Norbert Stüwe
Fachschaft Geschichte